Uniform

Harrucker-Uniform

Entscheidung und Einführung

Am 9. Februar 1975 fiel bei einer Vorstandssitzung des Musikvereins Schenkenfelden die Entscheidung, eine neue Tracht anzuschaffen: die sogenannte Harruckertracht.
30 Jahre später, also 2005, wurde basierend auf genaue historische Recherchen, die aktuelle Harruckeruniform gestaltet und anlässlich des Bezirksmusikfestes 2006 in Schenkenfelden feierlich vorgestellt.

Wer war Johann Georg Freiherr von Harruckern?

Die Uniform trägt ihren Namen in Erinnerung an Johann Georg Freiherr von Harruckern (1664–1742). Er wurde in Schenkenfelden als Sohn eines Leinenwebers geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf.
Sein Onkel, der Dechant von Enns, erkannte früh das Talent des jungen Johann und ermöglichte ihm ein Studium. Durch Ehrlichkeit, Treue und Fleiß bei seinen Tätigkeiten in der österreichischen Heeresproviantstelle erarbeitete er sich das Vertrauen des Kaisers und wurde schließlich mit der Versorgung des gesamten österreichischen Heeres betraut.
Besonders Prinz Eugen von Savoyen schätzte – unter anderem bei seinen Schlachten gegen die Osmanen – seine Leistungen, da eine funktionierende Verpflegung entscheidend für die Schlagkraft eines Heeres war.

Belohnung und Wirken in Ungarn

Für seine Verdienste erhielt Harrucker vom Kaiser ein großes Gebiet in Südungarn, rund um die Städte Gyula und Békéscsaba. Dort förderte er die Landwirtschaft und machte das Land in kurzer Zeit zur Kornkammer Ungarns. Noch heute wird er in Südungarn hoch verehrt und seit dem Jahr 2002 ist Gyula Partnerstadt von Schenkenfelden.

Die Wurzeln nie vergessen

Trotz seiner großen Erfolge und Verdienste vergaß Johann Georg Freiherr von Harruckern nie seine Herkunft. Seinen Geburtsort Schenkenfelden trug er stets in seinem Herzen – eine Haltung, die bis heute mit der Harruckeruniform symbolisch weitergetragen wird.